Archive for the ‘Afrika’ category

Ein Brief von Lydia

Sonntag, 16. November 2008

Wir haben Post bekommen von unserem Patenkind Lydia Akoth, das wir seit über einem Jahr mit dem Kinderkirchopfer unterstützen, damit es die Christliche Schule für Gehörlose in Lambwe besuchen kann. Sie geht jetzt in die zweite Klasse. Sie schreibt uns:

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Liebe Paten,
Ich freue mich, dass ich Euch diesen Brief schreiben kann, denn Ihr helft mir sehr in der Schule. Meine Hobbies sind mit Freunden spielen und Lehmfiguren formen. Zu Hause helfe ich meiner Mutter dabei, auf das Baby aufzupassen, und ich lerne jetzt ein bisschen kochen.
Ihr seid meine besten Freunde und wenn ich groß bin, möchte ich Krankenschwester werden.
Ich danke Euch so sehr
Von Lydia Akoth

Schon seit September 2007 sammeln wir in der Kinderkirche das Opfer für unser Patenkind in Kenia. Lydia Akoth stammt aus schwierigen familiären Verhältnissen, ist das jüngste von neun Kindern und als einzige gehörlos. Ihre Familie lebt auf der Insel Mfangano im Viktoriasee. Während der Schulzeit lebt Lydia ganz in der Gehörlosenschule.
Mit dem Geld, das wir in der Kinderkirche sammeln, kann die Schule für Lydia Kleidung, Essen und Schulsachen kaufen.
Die christliche Schule für Gehörlose in Lambwe ist eine Einrichtung der Hilfsorganisation KERUDO von Bischof Okumu, die wir in der Jubilategemeinde schon seit Jahren unterstützen.

Bischof Okumu sucht dringend Paten für einen gehörlosen 13jährigen Jungen aus Klasse 5 namens Polycap Otieno. Wer sich dafür interessiert, kann von mir nähere Informationen bekommen.

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Luo Bibel online

Donnerstag, 13. November 2008
Bischof Okumu (2.v.l.), Pfarrer Okumu (r.)

Bischof Okumu (2.v.l.), Pfarrer Okumu (r.)

In den letzten Jahren hat ein Team um Bischof Yusuf Gowi Okumu (u. a. mit seinen Brüdern Rev. Meshack Okumu und Rev. Sylvance Owuor Okumu) das Neue Testament in ihre Muttersprache Luo übersetzt. Die Luo sind das drittgrößte Volk in Kenia. Sie leben hauptsächlich in der Provinz Nyanza am Viktoriasee. Ihre Sprache Luo (Dholou auf Luo, Kijalou auf Swahili) ist eine nilotische Sprache, eng verwandt mit Sprachen, die in Uganda und im Sudan gesprochen werden. die Übersetzung ist inzwischen im Internet auf den Seiten der International Bible Society zu finden. Die einzelnen Bücher können als pdf-Dateien heruntergeladen werden.
Derzeit ist das Team mit der Übersetzung des Alten Testaments beschäftigt. Wie auf dem Bild zu sehen ist, wird auch das Alte Testament aus dem hebräischen Urtext übersetzt.

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Gehörlosenschule in Lambwe

Dienstag, 11. November 2008

Ende Oktober traf sich der Verwaltungsrat der Christlichen Gehörlosenschule in Lambwe zu seiner letzten Sitzung in diesem Jahr.

Bischof Okumu schickte uns einen Bericht über die aktuelle Situation:

Schreinerei und Schneiderei

Schreinerein und Schneiderei

Die Schule hat nun 6 Klassenräume und einen neuen Mädchenschlafsaal. Die Jungs haben jetzt die beiden älteren Schlafsäle für sich. Als nächstes sollen für die Mädchen 30 Betten, 30 Matrazen, 30 Decken, 30 Kissen, 60 Leintücher und 30 Kissenbezüge angeschafft werden. Auch das Gebäude, in dem die Schreiner- und Schneiderausbildung stattfinden soll, ist inzwischen errichtet und wird in diesen Tagen verputzt. Nächstes Jahr müssen Geräte und Werkzeuge angeschafft werden, damit mit der Ausbildung der Schulabgänger begonnen werden kann. Das ganze Gelände wurde in den letzten Monaten mit elektrischen Leitungen versorgt und ans Stromnetz angeschlossen. Insgesamt beliefen sich die Kosten dafür auf 250.000 kenyanische Shilling, ca. 2.500 Euro.

Lydia Akoth, Zweitklässlerin, unterstützt von der Kinderkirche Jubilate

Lydia Akoth, Zweitklässlerin, unterstützt von der Kinderkirche Jubilate

Für 5 Kinder sucht die Schule dringend Paten, die den Lebensunterhalt und Schulbesuch der Kinder mit 30 Euro monatlich finanzieren. Interessierte können sich über das Kontaktformular bei mir melden. Auch die Kinderkirche der Jubilategemeinde unterstützt ein Patenkind mit dem sonntäglichen Opfer, das die Kinder geben.

Hier Bilder von der Schule und einzelnen Schülern, die während des Treffens des Verwaltungsrats gemacht wurden:

Auch das Nyalunya Waisenhaus entwickelt sich gut. Von den 200 Kindern haben bereits 150 eine Ziege. Die letzten 50 Ziegen sollen noch dieses Jahr angeschafft werden. Pro Kind soll außerdem ein halber Acre (ca. 2.000 qm) Ackerland gepflügt werden, um darauf im Dezember Nahrungsmittel anzupflanzen. Mitte November soll in Nyalunya auch ein Einsatz der mobilen Klinik durchgeführt werden. Gleichzeitig sollen 5 Gebäude errichtet werden und 5 VIP-Latrinen. VIP Latrinen sind übrigens keine Promi-Klos, VIP steht für „Ventilated Improved Pit“ und meint sozusagen belüftete Plums-Klos mit verbesserter Hygiene, ein sehr wichtiger Beitrag zur gesundheitlichen Vorsorge in den ländlichen Gegenden Kenias. Nächstes Jahr sollen die Kinder dann Betten und Bettzeug erhalten, zur Zeit schlafen sie noch auf dem Boden auf Papyrus-Schilfrohr-Matten.

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Dankschreiben aus Kenia

Dienstag, 4. November 2008

Bischof Okumu dankt in einem Brief der Jubilategemeinde und allen Spendern für die Unterstützung der Hilfsorganisation Kerudo:

An die Pfarrer und Kirchengemeinderäte
der Jubilategemeinde
Reutlingen Orschel-Hagen

Lieber Kirchengemeinderat der Jubilategemeinde,

christliche Grüße Ihnen allen im Namen unseres bald kommenden Königs und Herrn Jesus Christus.

Wir dienen wirklich einem wunderbaren und Ehrfurcht gebietenden Gott, der wahrlich unsere Nöte versteht und unsere Sehnsucht kennt.

Seit meinem letzten Besuch in Ihrer Gemeinde vor zwei Jahren habe ich viele Beispiele der Partnerschaft zwischen KERUDO und der Jubilategemeinde gesehen. Ihre Kirche ist in dieser Zeit tatsächlich zu unserem größten Gebetspartner und Unterstützer geworden und zu einem Freund der Menschen Kenias. Es ist mein Gebet und Wunsch, dass KERUDO weiterhin ein guter Verwalter (der Spendengelder) bleiben wird und dass wir uns immer daran erinnern, dass die Mittel, die wir zur Verfügung haben, nicht unsere eigenen sind. Wir behandeln jeden Cent, der durch unsere Hände geht, wie eine heilige treuhänderische Gabe Gottes, die durch die Jubilate-Gemeindeglieder den Armen Kenias zugute kommt. Ich darf Ihnen versichern, dass wir immer unser Bestes tun, um die Mittel getreu ihrem Verwendungszweck einzusetzen und sie so zu verwenden, dass sie den Armen von größtem Nutzen sind. In KERUDO fühlen meine Mitarbeiter und ich uns verpflichtet, speziell den bedürftigsten Menschen Kenias in den städtischen Elendsvierteln sowie in den abgelegenen ländlichen Gegenden zu dienen, um ihre Leiden zu lindern und so die Veränderung ihrer Lebensbedingungen zu fördern.

Möge der Herr uns weiterhin zusammenschließen, möge Er weiterhin Ihre finanziellen Bedürfnisse befriedigen, möge Er Ihnen weiterhin Gesundheit schenken und möge er Ihre Herzen begeistern, während Sie täglich mit Feuereifer im Weinberg des Herrn tätig sind. Wahrlich, wir sind Partner im Feld des Herrn – 1. Korinther 3, 9: „Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr seid Gottes Ackerfeld und Gottes Bau.“

Im Namen des Gekreuzigten
Bischof Yusuf Gowi Okumu
Geschäftsführer – KERUDO

kerudo-letter-081006

Der englischsprachige ausführliche Jahresbericht kann hier als pdf-Datei heruntergeladen werden.

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brrrr

Donnerstag, 30. Oktober 2008


Der erste Schnee dieses Winters in Reutlingen, dabei ist es erst Oktober.
Aber in Kenia hat es schon im September geschneit.

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CSU in Kenia

Sonntag, 26. Oktober 2008

Die CSU-nahe Hanns-Seidel-Stiftung unterhält in Nairobi ein Büro und gibt interessante Monatsberichte zur Situation in Kenia heraus.

Vielleicht ist sie dafür besonders prädestiniert aufgrund der interessanten Parallelen zwischen Bayern und Kenia: in der Vergangenheit eine „Ein-Parteien Demokratie“ hier und dort, politische Patriarchen (gestorbene hier und dort, gewesene da und dort), Korruption hier wie dort, in der Gegenwart Krise der Politik hier wie dort und Koalitionsregierung da und dort.

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Kinder in Kenia

Montag, 20. Oktober 2008

inforadio rbb bietet einen Radiobeitrag über Kinderschicksale in Kenia, der auch als mp3 zum Download zur Verfügung steht. Berichtet wird u.a. über internationalen Kinderhandel und das Nest in Limuru.

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