Posted tagged ‘Reformation’

Kirchenjubiläum 2009

Samstag, 20. Dezember 2008

475 Jahre Einführung der Reformation in Württemberg, 450 Jahre Württembergische Grosse Kirchenordnung

Im Mai 1534 kehrte Herzog Ulrich nach der Schlacht bei Lauffen am Neckar mit Hilfe des hessischen Landgrafen Philipp wieder nach Württemberg zurück. Am 16. Mai 1534 wurde in der Stuttgarter Stiftskirche der erste öffentliche evangelische Gottesdienst gefeiert. Diese beiden Ereignisse markieren den Beginn der Reformation in Württemberg.

1559 entstand die Große Kirchenordnung. Von Reformator Johannes Brenz gesammelt und verfasst, von Herzog Christoph erlassen, hat sie das kirchliche wie das politische Leben Altwürttembergs bis ins 20. Jahrhundert geprägt. Sie ordnete ein evangelisches Staats-, Kirchen- und Sozialwesen und wurde auch von anderen Ländern übernommen.

Das Jubiläum ist Anlass, der gesellschafts- und kulturprägenden Kraft der evangelischen Landeskirche zu gedenken und nach der Bedeutung für heute zu fragen.

Am 15. Mai 2009 eröffnet in der Evangelischen Schlosskirche im Alten Schloss Stuttgart eine Ausstellung, die vom 16. Mai bis zum 25. Juli 2009 zu sehen sein wird. Die Schlosskirche ist der erste Kirchenbau in Württemberg seit der Reformation. Ihre Bauweise spiegelt das württembergische Verhältnis von Kirche und Staat, sowie unsere Gottesdienstform wider.

Der Festgottesdienst in der Stuttgarter Stiftskirche am 16. Mai 2009 um 14:00 Uhr wird live im SWR-BW-Fernsehen übertragen.

Außerdem sind Führungen, Vorträge, Seminare, Exkursionen vorgesehen. Nähere Informationen finden Sie bald unter www.475Jahre.de. Zudem wird ein Flyer erscheinen, der das Gesamtprogramm enthält.

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Frisch Fromm Frei

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Frisch Fromm Fröhlich Frei

Die Sendereihe Frisch Fromm Frei will Kurioses aus Kirche und Internet präsentieren.
In der aktuellen Ausgabe geht es u.a. um den Reformationstag, Luther, ChurchNight, Halloween und Allerheiligen.

Bei Turnvater Jahn hieß das noch „frisch, fromm, fröhlich, frei“. Gut, dass hier wenigstens ein Wort weggelassen wurde. Immerhin findet sich durch die Sammlung der Beiträge auf kirchenfernsehen.de der eine oder andere Link, auf den es sich zu klicken lohnt.

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Gospelabend

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Praise his name together

Der Gospelchor Rommelsbach lädt herzlich ein zu einem Gospelabend am Reformationstag, 31. Oktober um 20 Uhr in der evangelischen Kirche in Rommelsbach.

Zur Aufführung kommen altbekannte Spirituals und neue Gospels. Der Chor möchte zum Nachdenken über die Inhalte anregen, die die Stücke vermitteln, und hofft, dass sich die Zuhörer anstecken lassen von der mitreißenden Musik mit inhaltlichem Tiefgang.

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Was ist Rechtfertigung?

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Comic-Clip erklärt Rechtfertigung

„Was ist Rechtfertigung?“ – Auf die Frage kommen manche evangelische Christen ins Stottern. Was Martin Luther im Paulusbrief entdeckt hat, dass wir allein aus Gnade vor Gott gerechtfertigt sind, ist eigentlich nicht so auf die Schnelle zu erklären. Bischof Wolfgang Huber hat das nun für das erste von 26 Comic-Clips gemacht, das pünktlich zum Reformationstag auf www.ekd.de, YouTube, iTunes, Clipfish und vielen anderen zu sehen ist. „E wie evangelisch“ heißt das Projekt, das im nächsten Jahr wichtige Begriffe erklären wird: in zweieinhalb Minuten, mit schnellen Schnitts, fürs Internet und fürs Handy geeignet.

http://www.ekd.de/aktuell/60167.html
http://www.ekd.de/presse/pm275_2008_glauben_video_clips.html
http://de.youtube.com/watch?v=bPuCr4FIz1c
http://www.ekn.de/service/e-wie-e.html

Quelle: EKD-Newsletter

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Reformationstag und Halloween

Samstag, 25. Oktober 2008

Informationen zum Reformationstag bietet die EKD auf einem eigenen Portal u.a. mit Infos zum Reformationstag, deutschlandweiter Gottesdienstsuche, Lutherquiz und auch Seiten zu Halloween. Die Frage „Kann ich als Christ Halloween feiern?“ wird gut paulinisch beantwortet:

Die Frage, ob Halloween von Christen gefeiert werden kann oder nicht, ist eher eine Frage der Art, wie Paulus sie stellt (Röm 14): Kann ich als Christ Fleisch essen, das aus den Tempelopfern stammt, wenn es mir von meinem Gastgeber angeboten wird oder wenn ich es auf dem Markt einkaufe? Paulus beantwortet bekanntlich, dass man als Christ alle Freiheiten habe, solches Fleisch zu essen, dass diese Freiheit nur durch die Liebe eingeschränkt sei – z. B. durch die Liebe zu den Mitchristen, die Bedenken haben.

Ob ich Halloween also feiere, ist eine Frage der Verantwortung gegenüber den beteiligten Menschen, Kindern wie Erwachsenen. Ist es ein fantasievolles Spiel oder ist es ein Anlass, dümmliche Gruseleffekte zu inszenieren, die den Kindern Angst machen? Ist es nur wieder neuer Kommerz oder ist es ein fröhliches, kreatives Fest?

Entscheiden Sie selbst! Das ist gute protestantische Tradition und wird der Tatsache gerecht, dass Halloween erst in seinem jeweiligen situativen Kontext sein wenn überhaupt religiöses Gepräge bekommt.

Im Pfarrbüro der Jubilategemeinde können Lutherbonbons erstanden werden, mit denen Christen Kindern, die mit der Frage „Süßes oder Saures?“ an der Tür klingeln, Süßes geben und zugleich an die Bedeutung des Tages als Reformationstag erinnern können. „Lutherbonbon“ heißt dann auch die dazugehörige Seite für Kinder.

Am Sonntag nach dem Reformationstag feiern wir das Reformationsfest mit einem Abendmahlsgottesdienst mit Pfarrer Zwißler in der Jubilatekirche.

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Luder Luther

Montag, 20. Oktober 2008

Am 10. November 1483 wurde in Eisleben Martin Luder geboren. Erst knapp 34 Jahre später änderte er die Schreibweise seines Nachnamens in Anlehnung an den griechischen Begriff „eleutheros“ = „Befreiter“, „frei“ von Luder zu Luther, sozusagen als äußeres Zeichen der reformatorischen Erkenntnis. (Etwa zur gleichen Zeit verfasste er die 95 Thesen, die er am 31. Oktober 1517 an der Tür der Schlosskirche von Wittenberg angeschlagen haben soll.  Helmut Umbach nennt gar in einem Artikel im Deutschen Pfarrerblatt, der leider – noch – nicht online ist, mit Verweis auf  Dietrich Korsch, Martin Luther: Eine Einführung einen Brief Luthers vom 31.10. 1517 als ersten Beleg für die neue Schreibweise, vgl. WA B1, 119f; II 6, 16-19)
Wenn ich mir die Wortfelder „Luder“ (z.B. im Deutschen Wörterbuch von Jakob und Wilhelm Grimm) und „Luther“ vor Augen führe, kann ich nur sagen: Eine weise Entscheidung, die Namensänderung!
Ein in die USA ausgewandertes Gemeindeglied, das sich dort der Immanuel Lutheran Church Evansville angeschlossen hat, ließ mir ein „Old Lutheran“ T-Shirt zukommen, das ich gerne trage. Ob „Luderan“ sich auch so gut machen würde? Und ob es den weiblichen Formel-Eins-Hardcore-Fans gefallen würde, mit einer christlichen Denomination in Verbindung gebracht zu werden?
Eine Ausnahme wäre vielleicht die Facebook-Gruppe „Hot and Lutheran since 1517„.

Andererseits hätte sich vielleicht manch einer statt zu einem steifen „Lutheraner“ zu einem verspieltenLuderaner“ entwickelt.
„Luderisch“ in diesem Sinne ist die ChurchNight, die jedes Jahr am Abend des 31. Oktobers gefeiert wird und die in diesem Jahr unter anderem auch wieder in Reutlingen stattfinden wird.
Das aktuelle Motto: „Hier stehe ich“
Ort: Leonhardskirche Reutlingen (Ecke Seestr./Burgstr.)
Zeit: Freitag, 31.10.08, 19 Uhr
Zielgruppe: Jugendliche

Old Lutheran bietet darüber hinaus einige „luderische“ Ideen für den Reformationstag, wobei nicht alles nach einer Rückübersetzung ins „Lutherdeutsche“ noch verständlich bleibt, z.B. der Diet of Worms Cake, eine Anspielung auf den Reichstag in Worms und Luthers „stinkenden Madensack„, welcher uns daran erinnert, dass Luther selbst gar nichts davon hielt, irgendetwas oder irgendjemand nach ihm zu benennen.

Mehr zu Luther, dem alten Madensack

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